Berauschende Verlockungen gibt es unzählige, allerdings steht der Gebrauch solcher Mittel der Teilnahme am Straßenverkehr entgegen. Sollte es doch einmal dazu gekommen sein, erfahren sie hier mit welchen Folgen sie rechnen müssen.

Im folgenden finden Sie den aktuellen Bußgeldkatalog für 2018 für den Bereich Alkohol und Drogen.


Bußgeldkatalog: Alkohol

TatbestandBußgeldPunkteFahrverbotEinspruch?
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze » Einspruch prüfen
- beim 1. Mal 500 €21 Monat» Einspruch prüfen
- beim 2. Mal 1000 €23 Monate» Einspruch prüfen
- beim 3. Mal 1500 €23 Monate» Einspruch prüfen
Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (gilt ab 0,3 Promille) 3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe» Einspruch prüfen
Alkoholgehalt im Blut ist über 1,09 Promille 3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe» Einspruch prüfen
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Alkohol im Straßenverkehr: Was ist erlaubt?

Grundsätzlich ist von der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss abzuraten, auch bei geringen Mengen. Gesetzlich verboten ist das Führen von Fahrzeugen ab einem Promillewert von 0,5%. Verursacht der Fahrer einen Unfall oder fällt durch unsichere Fahrweise auf sinkt der Grenzwert auf 0,3 Promille. Sollte dieser dann höher als 0,3 liegen wird der Fahrer belangt.

Radfahrer genießen hier eine Ausnahmeregelung, solange es nicht zum Unfall kommt oder merkliche Unsicherheiten auftreten darf hier mit bis zu 1,6 Promille noch am Straßenverkehr teilgenommen werden. Ratsam ist dies natürlich nur bedingt.

Da Fahranfänger noch nicht die Sicherheit erlangt haben ein Fahrzeug auch nach dem Konsum moderater Mengen Alkohol zu führen gilt für sie eine Promillegrenze von 0,0 bis zu Vollendung des 21ten Lebensjahres bzw. bis zum Ablauf der Probezeit.

Mit Alkohol am Steuer erwischt: Was droht mir?

Trotz der gesellschaftlichen Akzeptanz werden Alkoholvergehen im Straßenverkehr hart und konsequent sanktioniert. Wer als Autofahrer gegen die 0,5-Promillegrenze verstößt riskiert beim ersten Vergehen noch eine Geldstrafe von 500 Euro, zusätzlich 2 Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot.
Sollte der gleiche Fahrer nochmals auffällig werden, erhöht sich die Geldbuße auf 1000 Euro und das Fahrverbot wird auf 3 Monate verlängert. Jede weitere Auffälligkeit führt zu einer Erhöhung des Bußgeldes um 500 Euro.

Fahranfänger, für die die 0,0-Promillegrenze maßgeblich ist, werden bis zu einem Wert von 0,5 Promille gesondert sanktioniert. Hier werden 250 Euro Buße verlangt und ein Punkt wird eingetragen. Da es sich hierbei um einen schwerwiegenden A-Verstoß handelt kommt es folgerichtig zu Probezeitmaßnahmen. Bei über 0,5 Promille gelten die gleichen Sanktionen wie für alle anderen Fahrer.

Besonders schmerzhaft wird es für denjenigen, der mit 1,1 Promille oder mehr ein Fahrzeug führt. Hier bewegen wir uns im Bereich von Straftaten, welche individuell behandelt werden. Sicher ist hier die Eintragung von 3 Punkten in Flensburg. Etwaige Geld- oder sogar Freiheitsstrafen legt ein Richter fest. Diese liegen im Regelfall weitaus höher als die für Ordnungswidrigkeiten verhängten Strafen.
Mit nahezu identischen Folgen müssen auch Fahrer rechnen die mit über 0,3 Promille den Straßenverkehr gefährdet haben. Auch hier liegt eine Straftat vor.

In diesen Fällen ist dringend anwaltliche Hilfe anzuraten.

Bußgeldkatalog: Drogen

TatbestandBußgeldPunkteFahrverbotEinspruch?
Verstoß gegen das Drogengesetz im Straßenverkehr » Einspruch prüfen
-beim 1. Mal 500 €21 Monat» Einspruch prüfen
-beim 2. Mal 1000 €23 Monate» Einspruch prüfen
-beim 3. Mal 1500 €23 Monate» Einspruch prüfen
Gefährdung des Verkehrs unter Drogeneinfluss 3Entziehung der Fahrerlaubnis, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe» Einspruch prüfen
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Drogen im Straßenverkehr: Was darf ich?

Kurzum lässt sich feststellen, dass der Konsum von Drogen nicht mit der Teilnahme am Straßenverkehr zu vereinbaren ist. Die Fahreignung sinkt auf ein Minimum ab und bereits kleinste Mengen beeinträchtigen Reaktions- und Urteilsvermögen. Tolerierte Grenzwerte wie beim Alkohol gibt es nicht.

Auch verschiedene Medikamente können Rauschzustände auslösen, daher gilt es vor Fahrtantritt genau zu prüfen ob eine Beeinträchtigung der Fahreignung vorliegt. Im Zweifelsfall sollte mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.

Mit Betäubungsmitteln erwischt: Was sind die Konsequenzen?

Wie bereits erwähnt gelten für Drogen keinerlei Toleranzgrenzen im Straßenverkehr. Zusätzlich zu nachfolgend beschriebenen Sanktionen, droht bei Auffälligkeiten beinahe immer die Anordnung einer MPU und eines Drogenscreenings mit dem die Abstinenz nachgewiesen werden muss. Dies erfolgt unabhängig vom vorliegenden Bußgeldverfahren.

Das bedeutet, auch wer außerhalb des Straßenverkehrs mit Drogen erwischt wird, riskiert einen Entzug der Fahrerlaubnis. Generell lässt sich sagen, dass nahezu jede Straftat oder Ordnungswidrigkeit im Zusammenhang mit illegalen Drogen zu einer Meldung an die Führerscheinstelle führt und damit die Fahrerlaubnis bedroht.

Betrachtet man das Ordnungswidrigkeitsverfahren lässt sich feststellen, dass bereits der erste Verstoß streng geahndet wird. 500 Euro Geldbuße sind vom Fahrer zu zahlen. Zusätzlich werden 2 Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot verhängt. Mit jedem weiteren Vergehen erhöht sich das Bußgeld jeweils um 500 Euro und es werden 3 Monate Fahrverbot verhängt.

Wie auch beim Alkohol liegt bei einer Gefährdung des Verkehrs durch Drogenkonsum eine Straftat vor, die mit mindestens 3 Punkten bestraft wird. Auch hier sind Geldstrafen und Fahrverbote variabel und von einem Richter festgelegt.

Alkohol und Drogen: Wie erfolgt der Nachweis?

Sollte im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle sich ein begründeter Verdacht auf den Konsum von Alkohol oder Drogen ergeben, haben die Beamten die Möglichkeit einen Drogenschnelltest durchzuführen bzw. einen Alkoholtest zu verlangen.

Im Fall von Alkohol ist das Verfahren den meisten Menschen bekannt. Mithilfe eines Messgerätes wird der Atemalkoholwert bestimmt, umgangssprachlich als „pusten müssen“ bezeichnet.

Komplexer wird das Verfahren, wenn der Verdacht auf den Konsum illegaler Drogen besteht. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten um einen etwaigen Anfangsverdacht zu bestätigen. Es kann entweder eine Schweiß- oder Speichelprobe mithilfe eines Schnelltest genommen werden. Da diese Methode allerdings recht unzuverlässig ist verwenden die meisten Polizeibehörden inzwischen Urin-Schnelltests. Hier zeigt die Verfärbung eines Teststreifens durch den Urin des Betroffenen etwaigen Konsum verbotener Substanzen an.

Egal ob Alkohol oder Drogen, bestätigt der Test vor Ort den Konsum wird im Regelfall von der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme angeordnet. Nur diese liefert gerichtsverwertbare Ergebnisse und gibt tieferen Einblick in das Konsumverhalten des Betroffenen. Dieser Maßnahme durch einen Amtsarzt müssen sie im Gegensatz zum Schnelltest zustimmen.

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